Don Giovanni (Nationaltheater)

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten

Komponist Wolfgang Amadeus Mozart · Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: James Gaffigan
Inszenierung: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Video: Benjamin Krieg
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Miron Hakenbeck
Chor: Stellario Fagone

 

Wie hat Ihnen/Dir die Vorstellung "Don Giovanni" gefallen?

Ergebnis ansehen

Loading ... Loading ...

Besetzung

Don Giovanni: Simon Keenlyside
Der Komtur: Rafał Siwek
Donna Anna: Hanna-Elisabeth Müller
Don Ottavio: Stanislas de Barbeyrac
Donna Elvira: Layla Claire
Leporello: Alex Esposito
Zerlina: Elsa Benoit
Masetto: Callum Thorpe

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

 

Don Giovanni – zwischen Bewunderung und Verdammung wird er von Mit- und Nachwelt stilisiert: zum sinnlichen Verführer, gefühllosen Zyniker, todbringenden Dämon, triebgesteuerten Egoisten, traurigen Engel oder zur stolzen Verkörperung menschlicher Selbstverwirklichung.

Dieser kaum fassbare Held spielt mit seinen Mitmenschen und agiert nach nur einer Regel: Es lebe die Freiheit! Er verführt unzählige Frauen, deren Leben danach nicht mehr das gleiche ist wie zuvor. Er tötet den Vater einer Eroberung, als der ihm in die Quere kommt. Schmerzhafte Kollateralschäden einer getriebenen Suche nach dem, was Lebendigkeit verheißen kann?

Drei Frauen und zwei Männer verfolgen gemeinsam diesen Mann, der in jedem von ihnen etwas anderes auslösen mag: Rachegefühle, Lust, Neugier auf Unbekanntes, der Wunsch, sich bedingungslos zu unterwerfen oder altruistische Rettungsgedanken. Je näher sie ihm kommen, desto mehr lösen sich seine Konturen auf. Der Wunsch ihn zu entlarven, wird zur Obsession seiner Bestrafung und Vernichtung. Die übernimmt schließlich eine höhere Gewalt, so dass seine Verfolger immer wieder nur auf sich selbst stoßen.

Lorenzo Da Ponte schuf aus einem Moralstück über einen „bestraften Wüstling“ das Libretto für Wolfgang Amadeus Mozart. Erst dessen Musik macht hieraus ein Werk von janusköpfiger Gestalt: Ein psychologisch ausgefeiltes Drama und zugleich ein Theater, das die finale Höllenmaschine ankurbelt. Ein dramma giocoso – ein komisches Drama – und doch vor allem ein Nachtstück, in dem sich Lebensgier und Lebenslust eruptiv entladen müssen, weil auf der anderen Seite der Tod, die Einsamkeit und die Leere warten.

Vorstellungsdauer: ca. 3 Std. 30, eine Pause

Veranstaltungsort: Bayerische Staatsoper – Nationaltheater

Quelle: https://www.staatsoper.de/

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.