Theaterjugendring München

Urteile

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Urteile

Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München
von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi
Uraufführung

 

Regie: Christine Umpfenbach
Recherche: Tunay Önder
Co-Autorin: Azar Mortazavi
Bühne: Eva-Maria Bauer
Kostüme: Judith Hepting
Musik: Azhar Naim Kamal
Licht: Monika Pangerl
Dramaturgie: Andrea Koschwitz

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Besetzung

Paul Wolff-Plottegg
Gunther Eckes
Demet Gül

 

 

 

 

 

 

Am 29. August 2001 wurde Habil K. in seinem Obst- und Gemüseladen in München-Ramersdorf erschossen. Als Tatmotiv galt „organisierte Kriminalität“. Am 15. Juni 2005 wurde Theodoros B. in seinem Geschäft in München-Westend erschossen. Die Zeitung schrieb: „Eiskalt hingerichtet – das siebte Opfer. Türken-Mafia schlug wieder zu“. Die betroffenen Familien wurden nach den Morden von den Sicherheitsbehörden, Medien, aber auch von ihrem unmittelbaren Umfeld zehn Jahre lang zu Unrecht verdächtigt. Was ist bis zur Entdeckung der Täter im November 2011 in München geschehen?

Die Regisseurin Christine Umpfenbach, bekannt für ihre dokumentarischen Theaterprojekte u. a. „Gleis 11“, hat mit Journalisten, Rechtsanwälten und Politikern gesprochen, vor allem aber mit den Verwandten, Freunden und den Arbeitskollegen der Opfer. Sie sucht nach Leerstellen und Strukturen, die das Versagen der Sicherheitsbehörden und Medien möglich gemacht haben. Die Autorin Azar Mortazavi schreibt in poetischen Skizzen über die Ver- und Beurteilung im persönlichen Erleben einer Postmigrantin, über die alltäglichen kleinen „Morde“ in Schule, Studium und Arbeit, die nach der Aufdeckung der NSU Verbrechen unerträglich geworden sind.

 

Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 30, keine Pause

Quelle: https://www.residenztheater.de/