Wir sind jung. Wir sind stark.

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Wir sind jung. Wir sind stark.
(JUNGES RESI)

Eine Produktion mit Jugendlichen der intergroup
nach dem Film von Burhan Qurbani und dem Drehbuch von Martin Behnke und Burhan Qurbani

 

Regie: Anja Sczilinski
Bühne und Kostüme: Peter N. Schultze
Musik: Kilian Unger
Licht: Uwe Grünewald
Körpertraining: Annerose Schmidt
Video: Marie-Lena Eissing
Dramaturgie: Christina Hommel

 

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Besetzung

Stefan Murr, Arnulf Schumacher,
Jan Banholzer, Fortesa Berisha, Rouven Blessing, Leonard Bittner, Susanne Frieling, Antonia Fulss,
Gloria Göbel, Alexandros Ioannidis, Sebastian Jehkul, Magdalena Jinx,
Lisa Kohler, Christopher Löschhorn, Nina Niknafs, Janina Rüb,
Linus Scherz, Simon Schwald,
Antonije Stankovic, Philipp Staschull, Olivia Szpetkowska, Miriam Thurau, Nina Vieten, Alexander Wertmann, Gundula Rauch

 

Programmheft

 

August 1992. Ein außer Kontrolle geratener Mob wütet mehrere Tage vor einem Ausländerwohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Zuerst fliegen Steine, dann Brandsätze, Balkone werden gestürmt, das Haus in Flammen gesetzt, die Situation eskaliert. Inmitten der tobenden Menge befindet sich eine Gruppe von Jugendlichen, die aus Langeweile und Frust über die steigende Arbeitslosigkeit, wegen ihrer unerfüllten Träume und der sie vernachlässigenden Erwachsenen hierher kommen. Betrunken von der mitreißenden Stimmung vor Ort, dem Beifall der Menge und der plötzlichen Aufmerksamkeit der Presse verlieren sie sich in einer gefährlichen Gruppendynamik und radikalisieren sich.

Die Geschehnisse in Rostock galten 1992 als die schlimmsten ausländerfeindlichen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. “Wir sind jung. Wir sind stark.” fragt nach den gesellschaftlichen und individuellen Parametern, die dazu führten und eine derartige Gewaltwelle möglich machten. Der Konflikt wird dabei nicht nur aus der Sicht von jugendlichen Randalierern erzählt, sondern auch anhand der Haltung von Politikern, Polizeibeamten, Eltern, Arbeitgebern. Dadurch entsteht ein Gesellschaftspanorama, das ein Land im Übergang und in der Krise wiedergibt und nach einer schleichenden Radikalisierung Helden in Täter verwandelt.

Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 25, keine Pause

Quelle: https://www.residenztheater.de/