Theaterjugendring München

Viktoria und ihr Husar

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Viktoria und ihr Husar

Operette

Musik von Paul Abraham.
Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda aus dem Ungarischen des Emmerich Földes.
Bühnenpraktische Rekonstruktion der Musik von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger


Musikalische Leitung:
Michael Brandstätter

Regie: Josef E. Köpplinger
Choreografie: Karl Alfred Schreiner
Bühne: Karl Fehringer, Judith Leikauf
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Licht: Josef E. Köpplinger, Michael Heidinger
Choreinstudierung: Felix Meybier
Video: Meike Ebert, Raphael Kurig
Dramaturgie: David Treffinger

 

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Besetzung
Gunther Gillian: Leutnant Petroff, Kosak und Lagerleiter in Sibirien
Daniel Prohaska: Stefan Koltay, Husarenrittmeister
Josef Ellers: Janczy, sein Bursche
Erwin Windegger: John Cunlight, amerikanischer Gesandter
Alexandra Reinprecht: Gräfin Viktoria, seine Frau
Christoph Filler: Graf Ferry Hegedüs auf Doroszma, Viktorias Bruder
Susanne Seimel: O Lia San, Ferrys Braut
Katja Reichert: Riquette, Viktorias Kammerfrau
Florian Wolf: Bela Pörkölty, Bürgermeister von Doroszma
Johannes Bauer: James, Butler von Cunlight
Uwe Thomsen: Unteroffizier Krutow, Lageraufseher

Chor, Ballett und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

Schulmaterial des Theaters

Warschau 1939. Kurz vor Kriegsausbruch probt die Theatertruppe des Polski-Theaters eine neue Nazi-Parodie. Über Nazis lachen war nicht schwer vor dem deutschen Überfall auf Polen. Dennoch verbietet die deutschlandfürchtige Zensur die Aufführung am Tag vor der Premiere. Damit die Bühne nicht leer bleibt, muss ersatzweise der alte Hamlet hervorgeholt werden.
Über diese Wiederaufnahme freut sich vor allem Josef Tura: Der Hamlet-Darsteller nämlich liebt seinen großen Monolog – „Sein oder Nichtsein…“ – und zieht ihn gerne in die Länge. Nur, warum verlässt bei diesem Stichwort an jedem Abend der immer gleiche, fesche Leutnant aus der zweiten Reihe mit einem riesen Strauß Blumen in der Hand den Saal? – Abend für Abend eilt er zum Rendezvous mit der Schauspielerin Maria Tura, die den jungen Leutnant während des langen Monologs ihres Gatten in ihrer Garderobe erwartet.
Als kurze Zeit später die Bomben auf Warschau fallen, muss der Leutnant in den Kampf und auch mit dem Hamlet ist es vorbei. Das Theater schließt, die Schauspieler verarmen und schlagen sich mühsam durch die Zeit der Besatzung. Als aber ausgerechnet besagter Leutnant aus der zweiten Reihe mit einem Geheimauftrag wieder auftaucht, begibt sich die Theatertruppe in den Untergrund. Um den Auftrag zu erfüllen verkleiden sich die Schauspieler als Nazis – allen voran der gehörnte Gatte – und treten der echten Gestapo gegenüber: Sie nutzen Kostüme und Kulisse ihrer abgesetzten Komödie, um die Invasoren hinters Licht zu führen. Sie spielen um ihr Leben – im Angesicht der Vorbilder ihrer eigenen Parodie.
Nur: Wer macht die bessere Inszenierung; die Nazis oder ihre Parodie? Das dümmliche Original oder seine blödelnde Adaption? Muss der Witz die Realität übertreffen, damit die Künstler am Ende überleben? Das ist die Frage.

 

 

Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Minuten, keine Pause

 

Quelle: https://www.gaertnerplatztheater.de/