Theaterjugendring München

Sie nannten ihn Tico (UA)

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Sie nannten ihn Tico (UA)

von Nora Abdel-Maksoud

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Jorge Enrique Caro
Kostüme: Maria Anderski

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Besetzung

Eva Bay
Moritz Kienemann
Luise Kinner
Mehmet Sözer
Max Wagner

Schulmaterial des Theaters

 

Deutschland in unmittelbarer Zukunft. Das von Politik und Wirtschaft verordnete Große Fasten hat das Land erkalten und irrationale Ängste ins Unermessliche wachsen lassen. Das bekommen vor allem die zu spüren, die auf der sozialen Leiter ganz unten sind. Pancho und Lefty sind Schnorrer, zwei liebenswerte Versager. Seit Panchos Stelle als Sozialarbeiter den Sparzwängen zum Opfer gefallen ist, ist er selber wieder abgerutscht. Dennoch kümmert er sich weiter um seinen Schützling Lefty. Der wartet auf den Tag, an dem sein unbekannter Vater kommen wird, um ihn zu holen: Tico, ein sonnengebräunter Ritter der Entrechteten, eine Art Rock’n’Roll-Robin Hood, der für alles steht, was in einer von Abstiegsangst und Verteilungskampf geprägten Gesellschaft verlorengegangen ist. Zwischen den großen Träumen vom besseren Leben und der Suche nach dem nächsten Schmerzpflaster fristen sie ihr Dasein in einem Kaff namens Moers, bis ein unerwarteter Fund ihr Leben aus der Bahn wirft. Auf einer wilden Verfolgungsjagd begegnen ihnen rasende Journalisten, resignierte Wohnungssuchende, Politiker mit Rechtsdrall, Pfandflaschen sammelnde Omis und Wurstbrot werfende Wutbürger. Ein humoristischer Roadmovie durch die mediale Öffentlichkeit Deutschlands, eine satirische Bestandsaufnahme der Abgründe der Angstgesellschaft in der Krise, und die Geschichte einer unwahrscheinlichen Freundschaft.2015 war Nora Abdel-Maksoud mit ihrem Stück „Kings“, das sie am Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt hatte, zum Festival „Radikal Jung“ eingeladen. Fürs Münchner Volkstheater hat sie nun ein neues Stück geschrieben. Auch bei „Sie nannten ihn Tico“ führt die Autorin wieder selbst Regie.

 

Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 30, keine Pause

 

 

Veranstaltungsort: Münchner Volkstheater


Quelle: https://www.muenchner-volkstheater.de/