Theaterjugendring München

Nora oder Ein Puppenheim

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Nora oder Ein Puppenheim

Schauspiel in drei Akten von Henrik Ibsen
aus dem Norwegischen von Angelika Gundlach

 

Regie: Mateja Koležnik
Bühne: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Axel Aust
Bühnenmusik: Mitja Vrhovnik-Smrekar
Choreographie: Magdalena Reiter
Dramaturgie: Sylvia Brandl

 

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Besetzung

Genija Rykova: Nora Helmer
Till Firit: Torvald Helmer
Hanna Scheibe: Kristine Linde
Gunther Eckes: Krogstad
Markus Hering: Doktor Rank

 

 

Programmheft

 

Nora hat ein Geheimnis, auf das sie sehr stolz ist. So stolz, dass sie gerne davon erzählt. Nur ihr Mann darf nichts davon erfahren. Vor Jahren hat sie ihm mit einer großen Summe Geld das Leben gerettet, das sie bei dem windigen Bankangestellten Krogstad geliehen hat. Da ihr Mann Torvald Helmer jetzt im Begriff ist, Bankdirektor zu werden, sollte es leicht fallen, die ausstehende Summe bald zu begleichen. Aber Krogstad fürchtet unter dem neuen Direktor um seinen Posten und nutzt sein Wissen um Noras Vergehen für eine Erpressung – sie soll dafür sorgen, dass er seine Stellung behält. Doch hat er vor Jahren einmal eine Unterschrift gefälscht und Torvald Helmer ist ein Mann von Prinzipien. Man könnte sagen, er hat nichts anderes. Nora hingegen hat keine Prinzipien. Sie kann nicht nach Regeln leben, die jemand anderes aufgestellt hat als sie selbst.

Wenn Regisseurin Mateja Koležnik Wert auf die Feststellung legt, dass sie Ibsens Schauspiel nicht als Stück über weibliche Emanzipation betrachtet, mag das zunächst verwundern. Schließlich gilt „Nora“ als Paradebeispiel für eine frühe dramatische Befassung mit der „Frauenfrage“. Und selbstverständlich findet sich die Gattin und Mutter Nora Helmer in die Regeln einer männlich dominierten Gesellschaft eingespannt und spürt den Druck empfindlich. Aber ihr Freiheitsdrang, ihre Lebenslust und ihr Unbehagen an der Kultur von Regeln und Geboten sind universell. Und so stark und ungebändigt, dass am Ende kein Kompromiss möglich ist.

Mateja Koležnik inszenierte „Nora oder Ein Puppenheim“ bereits im Januar 2016 am Stadttheater Klagenfurt, ab 10. März 2016 ist nun eine Neueinstudierung mit dem Residenztheater-Ensemble in München zu erleben.

 

Vorstellungsdauer: ca. 2 Std., keine Pause

Veranstaltungsort: Cuvilliestheater

Quelle: https://www.residenztheater.de/