Theaterjugendring München

Lola Arias / Open Border Ensemble

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Lola Arias / Open Border Ensemble

EIN PROJEKT VON LOLA ARIAS MIT DEM OPEN BORDER ENSEMBLE

 

Inszenierung: Lola Arias
Bühne: Dominic Huber
Video: Mikko Gaestel
Musik: Jens Friebe
Dramaturgie: Katinka Deecke

 

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Besetzung

n.n.

Uraufführung im Juni 2018

 

 

 

 

 

„Wenn man anfängt, Theater zu machen, akzeptiert man stillschweigend eine ganze Reihe von Konventionen. An einem gewissen Punkt dann beginnt man, sich Fragen zu stellen: Warum? Warum nennen wir im Theater eine bemalte Wand mit einem Loch als Tür ein Haus? WARUM SIND EINIGE LEUTE IM LICHT UND ANDERE SITZEN IM DUNKELN? Und allmählich begreift man, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Theater zu machen. Ich mag Theater, das so kraftvoll ist, dass man am Ende nicht meint, in einer Vorstellung gewesen zu sein, sondern eine Erfahrung gemacht zu haben.“ Die argentinische Regisseurin und Autorin Lola Arias gibt sich nicht mit Theater zufrieden. ES IST DIE WIRKLICHKEIT, die sie interessiert. Und es ist die Wirklichkeit, die sie theatral so überformt, dass die Menschen, die bei Lola Arias mit ihren erlebten Geschichten und ihren echten Erlebnissen auf der Bühne stehen, wie unvermutet zu SprecherInnen, emotionalen StellvertreterInnen der ZuschauerInnen werden. Arias’ Projekt „Airport Kids“ widmete sich den nomadisierten Diplomatenkindern einer globalen Elite, die drei Pässe und fünf Kinderzimmer in vier verschiedenen Ländern haben. Am Theater Bremen zog sie monatelang durch das Bahnhofs- und das Rotlichtviertel, um ProtagonistInnen für ihre „Straßenoper“ zu finden, und am Ende standen Obdachlose und Prostituierte auf der Bühne, erzählten rührende, harte, erfindungsreiche Geschichten über ihr Leben auf und mit der Straße. In „Minefields“ schließlich versammelte Arias argentinische und britische Veteranen, die sich Jahrzehnte zuvor im Falkland Krieg auf dem Schlachtfeld gegenübergestanden hatten. Auch an den Kammerspielen hat Lola Arias schon gearbeitet – in „Familienbande“ erzählten Katja Bürkle und Silja Bächli gemeinsam mit ihren beiden Kindern und deren Vater von ihrem Patchwork-Familienleben.
Bei ihrem neuen Projekt in München wird Lola Arias wieder mit SpezialistInnen arbeiten, SPEZIALISTINNEN DES EIGENEN LEBENS. Im Laufe der Spielzeit wird sie die vier Mitglieder des OPEN BORDER ENSEMBLES kennenlernen, sich ihre Geschichten erzählen lassen, ihre Biographien, von ihren Erinnerungen und ihren Hoffnungen hören. Mit diesen KünstlerInnen im Exil wird sie in der Kammer 1 einen Theaterabend erarbeiten, der von Kunst und Leben spricht, von Sesshaftigkeit und von Nomadentum und von ihren ersten Monaten in München, an den Kammerspielen.

 

Vorstellungsdauer:

 

Veranstaltungsort: Münchner Kammerspiele, Kammer 1

 

Quelle: https://www.muenchner-kammerspiele.de/