Theaterjugendring München

Gefährliche Liebschaften

Print Friendly

Gefährliche Liebschaften

von Christopher Hampton nach Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos
Deutsch von Alissa und Martin Walser

Regie: Katrine Wiedemann
Bühne und Kostüm: Maja Ravn
Licht: Markus Schadel
Dramaturgie: Laura Olivi

Wie hat Ihnen / Dir die Theatervorstellung "Gefährliche Liebschaften" gefallen?

Ergebnis ansehen

Loading ... Loading ...

 

Besetzung

Michaela Steiger: Marquise de Merteuil
Ulrike Willenbacher: Madame de Volanges
Michele Cuciuffo: Vicomte de Valmont
Arthur Klemt: Azolan, Valmonts Kammerdiener
Eva Schmidt: Madame de Rosemonde
Genija Rykova: Präsidentin de Tourvel
Dascha Poisel: Emilie, eine Prostituierte
Philip Dechamps: Chevalier Danceny

 

 

Die verwitwete Marquise de Merteuil, Angehörige der höchsten Pariser Gesellschaftskreise, ist von ihrem Liebhaber, dem Comte de Gercourts, verlassen worden. Sie will sich rächen und beauftragt den ebenso durchtriebenen wie unwiderstehlichen Vicomte de Valmont – einer ihrer ehemaligen Liebhaber – die Klosterschülerin Cécile de Volanges, zukünftige Braut ihres Ex, zu verführen.
Valmont reizt es jedoch vielmehr, die als tugendhaft bekannte, verheiratete und streng religiöse Madame de Tourvel zu erobern. Durch ein hinterhältiges Intrigen- und Ränkespiel gelingt ihm das, nebenbei entjungfert er Cécile.
Doch der gnadenlose Herzensbrecher erliegt seinen eigenen Verführungsstrategien: Er verliebt sich in Madame de Tourvel – eine Schwäche, die von der lustvoll destruktiven Marquise de Merteuil nicht hingenommen werden kann.

Die höfische Rokoko-Gesellschaft kurz vor der Französischen Revolution ist der Lebensraum, in dem der Autor Choderlos de Laclos (*1741 †1803) die raffinierten Gemeinheiten von Madame de Merteuil und ihrem Komplizen Valmont gedeihen lässt. Choderlos de Laclos, Offizier und Redenschreiber von Robespierre, kannte die Bigotterie und die Fallstricke seiner Zeit. Noch im Vorwort zu diesem Briefroman formuliert der Autor seine moralische Absicht, die Liebes- und Sexualausschweifungen der höfischen Gesellschaft anzuprangern. Doch das Böse ist verführerischer als Tugend und Pädagogik. So gerät sein mehrfach verbotener Besserungs-Roman zu einem Glanzstück der psychologischen Analyse menschlicher Abgründe, das die Mechanismen der Verstellung grandios bloßlegt.

Katrine Wiedemann (*1969) ist eine der bekanntesten Regisseurinnen Dänemarks. Seit Anfang der 1990er Jahre zählen ihre Inszenierungen zu den einflussreichsten in der dänischen Theaterszene. Für ihre Arbeiten ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Im Jahr 2006 erhielt sie den Reumert Preis in den Kategorien „Beste/r Regisseur/in“ und „Inszenierung des Jahres“ mit dem Stück „Havfruen“. Diese Auszeichnung erhielt auch ihre Aufführung „Ein Traumspiel“ 2008. Seitdem hat Katrine Wiedemann weitere Klassiker wie „Maria Stuart“, „Hamlet“ oder „Macbeth“ mit großem Erfolg in Dänemark auf die Bühne gebracht.

 

Vorstellungsdauer: ca. 2 Std. 45, eine Pause

 

 

 Veranstaltungsort: Residenztheater

Quelle: https://www.residenztheater.de/