Fidelio

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Fidelio

Oper in zwei Akten

Komponist Ludwig van Beethoven · Libretto von Joseph Sonnleithner nach Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean-Nicolas Bouillys Libretto “Léonore, ou L’Amour conjugal”
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühne: Rebecca Ringst
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Reinhard Traub
Choreographische Mitarbeit: Heidi Aemisegger
Dramaturgie: Andrea Schönhofer
Chor: Sören Eckhoff

 

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Besetzung

Don Fernando: Torben Jürgens
Don Pizarro: John Lundgren
Florestan: Klaus Florian Vogt
Leonore: Anja Kampe
Rocco: Günther Groissböck
Marzelline: Hanna-Elisabeth Müller
Jaquino: Dean Power
1. Gefangener: Joshua Owen Mills
2. Gefangener: Sean Michael Plumb

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

 

Leonore erschleicht sich in Männerkleidung unter dem Namen Fidelio das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco und seiner Tochter Marzelline. So verschafft sie sich Zutritt zum Hochsicherheitstrakt, wo ihr Mann Florestan von Don Pizzaro willkürlich festgehalten wird. Florestan schwebt in Todesgefahr, diese scheut seine Frau nicht und will ihn befreien. Beider Rettung ist jedoch nur durch einen Gesandten des Monarchen möglich. Am Ende leuchtet eine Utopie in Form eines Schlusschors, der nicht nur für Freiheit und Gerechtigkeit steht, sondern zugleich gegen die Ängste und Schranken des menschlichen Daseins ansingt.

Pläne für Opernkompositionen hatte Beethoven viele, doch realisiert hat er schließlich nur ein Projekt: In einem jahrzehntelangen Schaffens- und Umarbeitungsprozess wurde aus der französischen Vorlage, der Rettungsoper Leonore oder die eheliche Treue des Komponisten Pierre Gaveaux und Librettisten Jean Nicolas Bouilly, die auf einer wahren Begebenheit aus der Revolutionsepoche basiert, Beethovens einzige fertig gestellte Oper Fidelio – eine musikalische Grenzüberschreitung zwischen Singspiel und theatraler Symphonie.

1. Aufzug

Leonore vermutet ihren Mann Florestan in Pizarros Machtbereich. Sie nimmt eine andere Identität an und verschafft sich unter dem Namen Fidelio eine Anstellung bei Rocco, der als Wärter in Pizarros Gefängnis arbeitet.

Marzelline, Roccos Tochter, hat sich in Fidelio verliebt. Ihr Verehrer Jaquino, ebenso Angestellter Roccos, ist ihr seitdem ein lästiges Anhängsel, das es los zu werden gilt. Rocco ist davon überzeugt, dass zum Glücklichsein nicht nur Liebe, sondern auch Geld nötig ist. Er stellt sich auf die Seite seiner Tochter und unterstützt ihr neues Liebesvorhaben. Marzelline sieht bereits die Erfüllung ihrer Träume vor sich: glücklich verliebt an der Seite von Fidelio ihr Leben zu verbringen. Durch das gewonnene Vertrauen von Vater und Tochter hofft sich auch Leonore ihrem Ziel näher, Florestan zu finden. Für Jaquino hingegen bricht eine Welt zusammen.
Pizarros Vorgesetzter Fernando will das Gefängnis inspizieren, weil ihm zu Ohren gekommen ist, dass dort Menschen unrechtmäßig festgehalten werden. Pizarro stimmt sich auf seinen Racheplan ein: Florestan muss noch vor Ankunft Fernandos beseitigt werden. Erledigen soll dies Rocco – natürlich gegen gute Bezahlung. Rocco weigert sich zwar zu morden, doch folgt er seiner Pflicht, als Pizarro ihm den Befehl zur Mithilfe zum Mord erteilt.

Leonore, die das Gespräch zwischen Pizarro und Rocco belauscht hat, ist nun zu allem entschlossen. Sie gewährt den Gefangenen Hofgang, doch unter den verzweifelten, lebensmüden Gestalten kann sie ihren Gatten nicht finden. Deshalb überredet sie Rocco, sie mit in die unterirdischen Gefängnisse zu nehmen, wo sie Florestan vermutet.

Pizarro befiehlt zornig, die Gefangenen wieder einzusperren. Rocco stellt sich schützend vor Marzelline und Leonore. In Anbetracht des Komplotts, Florestan zu beseitigen, sieht Pizarro von einer Bestrafung Roccos für dessen befehlswidriges Handeln ab.

2. Aufzug

Florestan beklagt sein Schicksal. Gleichsam halluzinatorisch erscheint ihm in der Erinnerung das Bild Leonores als rettender Engel.

Rocco und Fidelio steigen hinab zu dem Gefangenen und beginnen mit den Mordvorbereitungen. Entsetzt und hoffnungsvoll zugleich erkennt Leonore in ihm ihren Ehemann. Pizarro erscheint, um Florestan zu töten. Fidelio kann im letzten Moment durch ihr mutiges Dazwischentreten den Mord verhindern und gibt sich als Florestans Gattin zu erkennen, als ein Trompetensignal Fernandos Ankunft verkündet.

Die Gerechtigkeit wird hergestellt und bejubelt: Fernando gibt seinem tot geglaubten Freund Florestan und allen anderen Gefangenen die Freiheit. Pizarro wird bestraft.

 

Vorstellungsdauer: ca. 2 Std. 50, eine Pause

Veranstaltungsort: Bayerische Staatsoper – Nationaltheater

 

Quelle: https://www.staatsoper.de/