Theaterjugendring München

Die Perlenfischer

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Die Perlenfischer

Musik von Georges Bizet – Libretto von Michel Florentin Carré und Eugène Cormon
Münchner Erstaufführung der rekonstruierten Urfassung von Hugh Macdonald

Konzertante Aufführung

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Sébastien Rouland
Konzeption: Magdalena Schnitzler
Licht: Jakob Bogensperger
Dramaturgie: Daniel C. Schindler

 

 

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Besetzung

Leila: Jennifer O’Loughlin
Nadir: Lucian Krasznec
Zurga: Mathias Hausmann
Nourabad: Levente Páll

Chor und Extrachor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

 

 

Zurga, der neu gewählte Anführer der Perlenfischer auf Ceylon, und dessen Jugendfreund Nadir, der lange Zeit in einem selbstauferlegten Exil gelebt hat, treffen nach vielen Jahren wieder aufeinander. Einst waren beide in dieselbe Frau verliebt. Um ihre Freundschaft jedoch nicht aufs Spiel zu setzen, schworen sie einander, ihrer Liebe zu der jungen Priesterin Leïla für immer zu entsagen. Kurz nachdem die beiden Freunde ihren Eid erneuert haben, muss Nadir jedoch in einer verschleierten Jungfrau, die gerade im Tempel für eine ruhige See betet, seine alte Jugendliebe Leïla wiedererkennen. Längst erloschen geglaubte Gefühle entflammen erneut. Als das Paar schließlich auf seinem gemeinsamen Fluchtversuch von den aufgebrachten Perlenfischern entdeckt wird, fordern diese, angeführt vom rigiden Hohepriester Nourabad, den Tod der beiden Tempelschänder – bis sich Zurga in die geplante Hinrichtung einschaltet.

Der Pariser Uraufführung von Georges Bizets erster abendfüllender Oper »Die Perlenfischer« im Jahr 1863 sollte kein großer Erfolg beschieden sein, und bis heute ist das Werk eine Rarität des Opernrepertoires geblieben. In Ermangelung des in Privatbesitz befindlichen Partitur-Autografs ist die instrumentale Urfassung des Werkes bis heute unzugänglich. Erst im Jahr 2014 erstellte der Musikwissenschaftler Hugh Macdonald auf Grundlage der erhaltenen Violin-Direktionspartitur eine rekonstruierte Fassung, die der Urfassung bisher am nächsten kommt. Das Stück, das vom Komponisten als eine Abfolge von insgesamt 16 ineinander verschachtelten Musiknummern angelegt wurde, wird dabei maßgeblich durch das exotische Sujet der Textvorlage geprägt. Dieses findet seine musikalische Entsprechung in einer schillernden, lyrisch-expressiven Partitur, die mit weitgespannten Entwicklungsbögen und einer Fokussierung auf den Konflikt der vier Protagonisten des Stückes sowie mit dem stark daran Anteil nehmenden Chor ein faszinierendes Seelendrama entwirft, das auch in konzertanter Fassung ein klangvoll-mitreißendes Opernerlebnis verspricht!
Veranstaltungsort: Staatstheater am Gärtnerplatz – Reithalle

 

Quelle: https://www.gaertnerplatztheater.de/