Theaterjugendring München

Die Hand ist ein einsamer Jäger

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Die Hand ist ein einsamer Jäger

von Katja Brunner

 

Inszenierung: Marta Górnicka
Dramaturgie: Johanna Höhmann

 

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Besetzung

n.n.

Uraufführung im Mai 2018

 

 

 

 

 

DAS GESPROCHENE KOMMT AUS EINEM RAUM DES UNSAGBAREN HINAUSGEZERRT, HINAUSGETRETEN, MANCHMAL HINAUSGEBETEN ANS LICHT.“ So schreibt die mittzwanzigjährige Autorin Katja Brunner, deren Stücke bereits vielfach ausgezeichnet, eingeladen und uraufgeführt wurden, zu Beginn ihres neuen Textes „Die Hand ist ein einsamer Jäger“. Dieses Stück, in Auftrag gegeben durch die Münchner Kammerspiele, wird im Mai in der Inszenierung der polnischen Regisseurin Marta Górnicka zur Uraufführung kommen. Katja Brunners assoziativer Text findet immer wieder Worte für das vermeintlich Unsagbare. In Textflächen verwebt, erhebt sich in aller Vehemenz eine weibliche Stimme, die sich allem zuwendet, in Fragmenten, mit IHM in einen Dialog tritt, sich selbst befragend und verletzend, abwägend und abrechnend. Ein „ HUNGERMÄDCHEN“ spricht aus dem Text, das satt doch unersättlich ist, das sich sowohl metaphorisch wie wortwörtlich immer wieder „ AUSKOTZEN“ muss, das ebenso heftig leidet wie es wütend ist. Bei Katja Brunner wird Sprache zu Musik und Klang.
Marta Górnicka wird in ihrer ersten Arbeit an den Kammerspielen diesen Text mit einer chorischen Formation von Schauspielerinnen inszenieren. Auch die polnische Regisseurin sucht in ihren Arbeiten den Klang der Sprache hervorzuholen, verschwiegene Worte so lange zu wiederholen, so wütend oder zaghaft zu sprechen, bis sie sagbar werden. Górnicka machte in Polen mit ihrem ambitioniert feministischen Theaterprojekt „Chór Kobiet“ auf sich aufmerksam. Darin versammelte sie einen großen Frauenchor aus Laien und Schauspielerinnen, der schließlich auch international auf vielen europäischen Festivals zu sehen war. Ihre Arbeiten setzen sich immer wieder dem Modell des antiken Chores folgend mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Ein immerzu kraftvolles Libretto aus lauten wie auch leisen Stimmen vermag sie in ihren Arbeiten zu erschaffen, die die ZuschauerInnen nicht entlassen, ehe sie sich DEM ZORN, DER ZARTHEIT, DER AMBIVALENZ UND DER UNBEUGSAMEN KRAFT der chorischen ebenso wie der einzelnen Stimme gebeugt haben.

 

Vorstellungsdauer:

 

Veranstaltungsort: Münchner Kammerspiele, Kammer 2

 

Quelle: https://www.muenchner-kammerspiele.de/