Theaterjugendring München

Der Weibsteufel

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Der Weibsteufel

von Karl Schönherr

 

Regie: Martin Kušej
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Heide Kastler
Musik: Bert Wrede
Licht:  Felix Dreyer + Tobias Löffler
Dramaturgie: Sebastian Huber

 

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Besetzung

Werner Wölbern: Der Mann
Birgit Minichmayr: Sein Weib
Tobias Moretti: Ein junger Grenzjäger

 

Programmheft

 

 

 

„Zuerst habt ihr mich aufgerissen bis auf den Grund, und jetzt möchts ihr mich wieder zudrehn, wie einen Wasserhahn. Aber mich fangts nimmer ein.“

Auf ein Schmugglerehepaar an der Grenze zwischen Bayern und Tirol wird ein junger Gebirgsjäger angesetzt, der sich an die Frau heranmachen soll, um dem Mann das Handwerk zu legen. Der Schmuggler hält seine Frau an, auf die Avancen des Polizisten einzugehen, aber aus der taktischen Annäherung zwischen Frau und Jäger erwächst eine alpenländische amour fou und aus der erotischen Tauschfreudigkeit des Ehemanns brennende Eifersucht. Die Erotik der Frau soll den materiellen Interessen der konkurrierenden Männer dienen. Doch sie sprengt die Ökonomie, die sich um ihren Körper herum aufbaut, indem sie echte Gefühle in Umlauf bringt.

Karl Schönherr 1867 bis 1943, aus Tirol stammender Arzt und Autor, war zusammen mit Arthur Schnitzler der erfolgreichste österreichische Dramatiker in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Von Bühnen und Kritik sehr ungleich behandelt, haben die beiden angeblich einmal erwogen, ihre Stücke mit vertauschten Namen erscheinen zu lassen. Die ökonomische Unabhängigkeit, die der „Weibsteufel“ am Ende erreicht, hat in Schnitzlers Werk allerdings kaum je eine Frau erlangt. Martin Kušejs gefeierte Inszenierung wird vom Burgtheater in Wien übernommen.

 

Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 30, keine Pause

Veranstaltungsort: Residenztheater

Quelle: https://www.residenztheater.de/