Theaterjugendring München

Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung

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Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung

Nach dem Roman von Kamel Daoud, u.a. in Farsi, arab. und dt. Sprache, mit dt./engl. Übertiteln

 

Inszenierung: Yael Ronen
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Amit Epstein Video Claudius Schulz, Angelika Widel
Sounddesign: Yaniv Fridel
Licht Jürgen Tulzer
Musik: Yaniv Fridel, Ofer (OJ) Shabi
Dramaturgie: Johanna Höhmann
Recherche/künstlerische Mitarbeit: Bastian Zimmermann

 

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Besetzung

Niels Bormann
Dejan Bućin
Damian Rebgetz
Wiebke Puls
Jelena Kuljić

 

 

 

 

Der Roman „Der Fremde“ von Nobelpreisträger Albert Camus, erschienen 1942, erzählt die Geschichte des Franzosen Meursault, der einen Algerier erschießt, weil die Sonne ihn so blendete. Dieser von Meursault getötete Mann hatte bei Camus weder Name noch Geschichte, er tauchte nur auf ein paar Seiten auf, um Camus zur Entfaltung seiner existentialistischen Philosophie zu dienen. Der algerische Journalist Kamel Daoud ändert das nun und gibt dem Opfer einen Namen. In seinem Roman „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“ erzählt er die Geschichte des „Fremden“ noch einmal – aus der Perspektive des Opfers. Daouds Erstlingsroman hat sowohl in Deutschland als auch in Algerien und Frankreich hohe Wellen geschlagen. Auf welchem Fundament beruhen westeuropäische Kunst und Werte und auf wessen Kosten werden sie gelebt? Nun kommt noch eine weitere Perspektive, ein weiterer Kontext hinzu: Der aus dem Iran kommende international renommierte Regisseur Amir Reza Koohestani verlässt für seine erste Produktion an den Kammerspielen die rein postkoloniale Perspektive und sucht über sie hinausgehend allgemeine Prinzipien von Unterdrückung, Wiederaneignung und Selbstbehauptung darzustellen. Mit Hilfe von SchauspielerInnen mit iranischen, libanesischen, lettischen, bulgarischen, schweizerischen und deutschen Wurzeln setzt er Daouds Roman in ein multiperspektivisches Sprachpanorama.

 

Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Minuten ohne Pause

 

 

Veranstaltungsort: Münchner Kammerspiele

 

Quelle: https://www.muenchner-kammerspiele.de/