Ariadne auf Naxos

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Ariadne auf Naxos

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel, op. 60 [II]

Komponist Richard Strauss · Libretto von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Oksana Lyniv
Inszenierung: Robert Carsen
Bühne: Peter Pabst
Kostüme: Falk Bauer
Licht: Manfred Voss
Choreographie: Marco Santi
Dramaturgie: Ingrid Zellner

 

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Besetzung

Haushofmeister: Markus Meyer
Ein Musiklehrer: Eike Wilm Schulte
Der Komponist: Tara Erraught
Bacchus/Der Tenor: Burkhard Fritz
Ein Offizier: Galeano Salas
Ein Tanzmeister: Jörg Schneider
Ein Lakai: Peter Lobert
Zerbinetta: Jane Archibald
Ariadne/Primadonna: Karita Mattila
Harlekin: Sean Michael Plumb
Scaramuccio: Dean Power
Truffaldin: Andreas Wolf
Brighella: Matthew Grills
Najade: Elsa Benoit
Dryade: Okka von der Damerau
Echo: Anna Virovlansky

Bayerisches Staatsorchester

 

Ist es möglich das lustige Intermezzo „Zerbinetta und ihre Liebhaber“ und die tragische Oper „Ariadne“ gleichzeitig zu spielen? Ja, wenn man muss. Der reichste Mann von Wien will es nämlich so. Er will Crossover! U und E sollen gemischt werden – und es gelingt. Zur Freude des Publikums und zur Erkenntnis der Personen auf der Bühne.

Eines der schönsten und klügsten Werke des großen Münchner Komponisten Richard Strauss in der feinsinnigen Inszenierung von Robert Carsen. Strauss-Glück pur!

Vorspiel

Die Aufführung der Opera seria „Ariadne auf Naxos“ wird vorbereitet. Der Veranstalter lässt bekannt geben, dass im Anschluss daran noch ein heiteres Nachspiel mit Tänzen gegeben werden soll. Der Komponist der Oper fühlt sich dadurch als Künstler verhöhnt; sein Musiklehrer ermahnt ihn, die Launen seines Auftraggebers dennoch hinzunehmen, um sein Honorar für seine Komposition nicht zu verlieren. Kurz vor Beginn der Vorstellung ändert der Veranstalter noch einmal seine Pläne: Nun sollen die Oper und die Komödie gleichzeitig gespielt werden, damit die Aufführung kürzer wird. Während der Komponist sein Werk lieber vernichten würde, rät ihm der Musiklehrer zu Kürzungen, um es zu retten, und der Tanzmeister verweist auf die Improvisationsfähigkeiten der Komödianten. Nur widerwillig lässt sich der Komponist darauf ein; erst eine persönliche Begegnung mit Zerbinetta, der Hauptdarstellerin der Komödie, lässt ihn die Sache mit anderen Augen sehen.

Oper

Die drei Nymphen Najade, Dryade und Echo bedauern Ariadne, die von ihrem geliebten Theseus, dem sie das Leben gerettet hat, auf einer wüsten Insel zurückgelassen wurde und nun den Tod herbeisehnt. Vergeblich versuchen Zerbinetta und ihre vier Begleiter Harlekin, Brighella, Scaramuccio und Truffaldin, Ariadne aufzuheitern. Vor allem Zerbinetta, die unbekümmert von einem Liebhaber zum nächsten zu wechseln pflegt, erläutert Ariadne ausführlich ihre eigene Sichtweise zu den Themen Liebe und Treue. Da Ariadne keine Anstalten macht, sich dafür zu begeistern, gibt Zerbinetta auf; stattdessen bemüht sich nun jeder der vier Herren, Zerbinettas Gunst zu erringen und seine Rivalen loszuwerden. Nachdem Zerbinetta ihre Wahl getroffen hat, verkünden die drei Nymphen die Ankunft des Gottes Bacchus. Er ist soeben den Fängen der Circe entkommen und meint beim Anblick Ariadnes, erneut in die Gewalt der Zauberin geraten zu sein. Ariadne ihrerseits hält ihn für den Todesboten Hermes und bittet ihn, sie mit sich zu nehmen. Im gegenseitigen allmählichen Erkennen vollzieht sich in Ariadne und Bacchus eine Verwandlung; er wird sich seiner Göttlichkeit, sie sich ihrer Liebesbereitschaft bewusst – wie der Komponist es vorausgeahnt und Zerbinetta es prophezeit hat.

 

Vorstellungsdauer: ca. 2 Std. 15, keine Pause


Veranstaltungsort: Bayerische Staatsoper – Nationaltheater

 

Quelle: https://www.staatsoper.de/