Theaterjugendring München

1968

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1968

VON UND MIT JOSEF BIERBICHLER*, COLLECTIVE CATASTROPHE, GINTERSDORFER/KLASSEN, ELFRIEDE JELINEK, ANNA-SOPHIE MAHLER, OPEN BORDER ENSEMBLE, RAUMLABORBERLIN, ALBERTO VILLAREAL, ENSEMBLE DER MÜNCHNER KAMMERSPIELE U.V.M.

 

Raum: Raumlaborberlin
Von und mit: JOSEF BIERBICHLER*, COLLECTIVE CATASTROPHE, GINTERSDORFER/KLASSEN, ELFRIEDE JELINEK, ANNA-SOPHIE MAHLER, OPEN BORDER ENSEMBLE, RAUMLABORBERLIN, ALBERTO VILLAREAL, ENSEMBLE DER MÜNCHNER KAMMERSPIELE U.V.M.
Dramaturgie: Johanna Höhmann, Tarun Kade

 

 

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Besetzung

Premiere im Februar 2018

 

 

 

 

 

 

WE WANT THE WORLD AND WE WANT IT NOW!“ – dieses Zitat aus dem Song „When the Music’s Over“ von der Band The Doors prangt Ende April 1968 an den Fenstern des Verwaltungsgebäudes der Columbia Universität New York. In Verbünden organisierte Studierende hatten dieses und weitere Universitätsgebäude aus Protest gegen eine heuchlerische Hochschulpolitik hinsichtlich der Gleichstellung ethnischer Minderheiten besetzt und bestreikt. Anfang des Monats war der schwarze Bürgerrechtsaktivist Martin Luther King auf dem Balkon seines Motelzimmers erschossen worden. Die 68er-Bewegung, die international verschiedenste Gruppierungen mit teils geradezu gegensätzlichen Zielen umfasste, hatte die Hoffnung, die Welt zu verändern. Und eben nicht nur durch Reden, sondern auch durch Aktionen, die immer wieder sogenannte „begrenzte Regelverletzungen“ beinhalten konnten. Gemein war allen Beteiligten der Wunsch, WIDERSTAND GEGEN DIE BESTEHENDEN STRUKTUREN zu leisten, die einer gesellschaftlichen Transformation in ihrem Sinne im Wege standen. So entwickelte sich eine KULTUR DES PROTESTS, die zeitweise ziemlich viel buchstäblich in Bewegung brachte.
An den Münchner Kammerspielen sammelten 1968 SchauspielerInnen im Rahmen von Peter Steins Inszenierung des Peter Weiss-Stücks „Viet Nam Diskurs“ Geld für Waffenspenden für den Viet Cong, was die baldige Absetzung der Inszenierung durch den Intendanten zur Folge hatte. 50 Jahre später laden die Kammerspiele KünstlerInnen ein, das Theater zu besetzen. Eine Theateraktion, die Münchner ProtagonistInnen, die schon damals in der Stadt lebten, ebenso miteinbezieht wie diejenigen, die hier oder anderswo KRAFT IHRER KUNST DIE WELT GESTALTEN wollen. Wenn AfD-Vorstand Jörg Meuthen fordert, man müsse „weg vom linken rotgrün verseuchten, leicht versifften 68er-Deutschland“, erwidern die Kammerspiele mit Jean Paul-Sartre: „ DIE FANTASIE AN DIE MACHT “. NOW!

 

Vorstellungsdauer:

 

Veranstaltungsort: Münchner Kammerspiele, Kammer 1

 

Quelle: https://www.muenchner-kammerspiele.de/