Theaterjugendring München

Der Theaterjugendring

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Der Theaterjugendring

Der Theaterjugendring, ein Serviceangebot des Kreisjugendring München-Stadt, vermittelt seit 1947 Theater- und Konzertkarten an Jugendliche und junge Erwachsene in München und Umgebung. Im Rahmen eines offenen Abonnement-Systems betreut der Theaterjugendring Gruppen aus Schulen, Berufs- und Abendschulen, Jugendverbänden sowie Wohnheimen und Universitäten etc. Aus den unterschiedlichsten Genres – von Schauspiel über Oper, Operette, klassisches Ballett, Tanz, klassische und Jazzkonzerte bis hin zu Kabarett und fremdsprachigen Theatervorstellungen – und von den verschiedensten Theatern der sehr lebendigen Münchner Kulturlandschaft werden monatlich etwa 2.500 Theaterkarten an die Teilnehmenden vermittelt. Eine besondere Herausforderung für den Theaterjugendring liegt darin, aus dem vielfältigen Spielplanangebot für jede Gruppe die geeigneten und vor allem fesselnden Vorstellungen auszuwählen – denn Ziel ist es, dass sich alle Abonnenten von der Faszination Theater mitreißen lassen.

 

Die Geschichte des Theaterjugendring

Der berühmte Münchner Stadtschulrat Anton Fingerle forderte unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs, die jungen Münchnerinnen und Münchner mit Kultur, namentlich mit Theaterbesuchen, zu versorgen, um auf diesem Weg, humanistische und demokratische Werte in ihr Herz und in ihren Verstand Eingang finden zu lassen.

Bei der Forderung allein blieb es nicht: Fingerle gründete mit dem damaligen Kulturbeauftragten der Stadt München, Hans Ludwig Held, Ende 1946 das Jugendkulturwerk zur „Betreuung der Jugend in allen kulturellen Angelegenheiten nicht ausgesprochen schulischer Art“. Am Beginn dieser Arbeit stand der Ausbau der kulturellen Jugendbetreuung. Bereits in der Spielzeit 1947/48 konnten in etwa 40 Einzelveranstaltungen rund 43.000 Eintrittskarten für Jugendliche zu ausgesprochen niedrigen Preisen (50 Pfennig bis 2,50 Mark) vermittelt werden.

Was damals auch von der amerikanischen Besatzungsmacht als Programm zur Entnazifizierung der jungen Münchner Bevölkerung begrüßt wurde, hat sich in den letzten 70 Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der Münchner Einrichtungen für die Jugendbildung entwickelt. Diese freien, individuell gestaltbaren Abos haben das Theaterinteresse vieler Schülergenerationen von 1947 bis heute geweckt und ihre Theaterliebe geprägt.